Band 
Fünfter Theil.
Seite
6
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H Pandora oder Pandura.

Am rasten August 164z, wurde Wirsung von ei-nem Dalmatier erstochen. Moritz Hofmann verord-nete in seinem Testamente, daß ein Lehrer der Zcr-gliederungskunst in Aktors jedesmahl einen Guldenzu einem Glase Wein bekommen sollte, wenn erden Pancreatischen Gang zeigen würde 6).

s) I. A- Fabrlclt Allgem. Hist. der Gelehrsamkeit.I7Z2. 2. B. S- 24Z. Vita sei 6sv. /^ntaniaV-ilIitneri. p. 49. Oziere 1 *. t. Vent. 17ZZ. kol. c)Occsüo inventi nnvi äuctu5 Hsncreslis s clsr. Vir-tungo. Lpikuls lok. Oe. Virsunßi sä lob. Riols-»um. Nstsvio rü4Z. <l. 7. aul. < 1 ^ Merkwürdigkeitender Stadt Nürnberg und Altvrf. S. 604 und 6»z.

Pandora oder Pandura ist eins der äl-testen musikalischen Instrumente, welches sonst nurdrey Saiten hatte, und von den Assyrern erfundeuwurde a). Andere schreiben aber die Erfindung die-ses Instruments den Egyptiern zu b). Es soll sei-nen Nahmen von den Ochsen - Nerven haben, diestatt der Saiten darauf gespannt wurden c). Dieneuere Pandora hat 12 messingene Saiten, ist sogroß wie eine Laute, hat aber einen platten, anden Seiten ausgeschweiften, Bauch und plattenHals, worauf die Griffe mit Messing ausgelegetsind. Bey den Neapolitanern hatte die Pandoranur acht metallene Saiten, und wurde mit ei-nem Federkiel gespielt 6). Prätortus sagt e): diePandora ist in England erfunden, nach der Lau-ten Art, fast einer großen Cyther gleich, mit ein-fachen und doppelt, auch vier - oder mehrfachen ge-