4« Parfumirkunff.
geschah c). Man besprengte die Betten mit wohl-riechenden Wassern, man salbte sich mit wohlrie-chenden Oelen, sowohl das Haupt, als auch dieFüße. Salomo spricht: Laß deinem Haupte Salbenicht mangeln 6); ferner spricht er von seiner Ge-liebten : der Geruch deiner Salben übertrifft alleWürze, deiner Kleider Geruch ist wie der GeruchLibanon e). Samuel spricht: der König wird eureTöchter nehmen, daß sie seine Apothekerinnen oderRäuchwerkeriunen seyen.
Ovid sagt vom Bacchus, daß sein Haar vonMyrrhen triefe f). Nach dem Homer salbte mandie Haare, Augen, Wangen und den Körper ^)-Polycaste, Nestors Tochter, badete und salbte denTclemach mit Oel k>). Die Stadt Tyrus handeltevorzüglich mit Räucherwerk.
Auch bey den Römern war das ParfumirenSitte; Horaz i) spricht: gieße wohriechende Wasseraus großen Krügen. Die Römer harten sogar Per-sonen, welche Räucherer von Prosession waren ü);sie wohnten an Velabro, welches ein öffentlicherPlatz in Rom war I). Der Aeltervater des Au-gusts hatte eine Raucherbude in Aricia m). DerMaritanische König Juba liebte eine Rauchwcrkc-rin n). Casus badete sich in wohlriechenden Was-sern c»), und Cäsar sagt, daß seine Soldaten tapferstritten, ungachtet sie so viel wohlriechende Salbean ihrem Leibe hätten p).
Kaiser Conskantin beschenkte den Tausstein inder Hauptkirche im Lateran mit einer goldenen