Pendel. L/
rückwärts bewegt und dadurch die Zirkolbögen be-schreibt, die man Schwüngungen nennt. Die Zeit,in der eine jede dieser Schwüngungen geschieht, wirddurch die Lange des Fadens oder des Drahts bestimmt.
Die ersten Anlagen zu der so wichtigen Lehrevom Pendel und die Entdeckung mehrerer Gesetzevon der Bewegung des Pendels, die den Gesetzendes Falles folgen, sind wir dem Galiläus (geb. zuFlorenz 1.564, s 1642) einem Mathematiker desGroßherzogs von Toseana schnldig, der ste zugleichmit der Lehre vom freyen Falle der Körper im Jahrlöza bekannt machte 3). Die künstlichen Uhren derAlten hatten alle oben über oder in den, Uhrgehäuseeine horizontale Unruhe oder Balanz mit zwey Acr-men, an die man schwankende Gewichte hing, wel-che den ungleichen Zug der Räder und Federn nie»mahls vollkommen abzuwägen geschickt waren. DieseSchwankungen eines solchen an einem Faden auf-gehängten Gewichts, beobachtete Galiläus schon inseiner frühen Jugend, er entdeckte die wichtigstenEigenschaften des Pendels, mit Bewunderung nahmer den Jsochronismus, d. i., die gleichförmige Be-wegung oder die gleiche Dauer der Schwingungenbey einerley Pendel wahr b), er endeckte den Ge-brauch des Pendels zu Bestimmung kleiner Zeit-räume e), besonders bey astronomischen Beobach-tungen ; er beobachtete ferner, daß ungleiche Pendelin einerley Zeiträumen Schwünge vollbrachten, de-ren Anzahlen sich umgekehrt wie die, Quadratwur-zeln der Langen verhielten. Er fand dadurch Mit-tel, die Höhen der Kirchengewölbe zu messen, in-