Band 
Fünfter Theil.
Seite
80
JPEG-Download
 

Pergament.

beschrieben wurden I). Auf der Bibliothek zu Up--sal hat man noch eine Handschrift der vier Evange-lien , welche Ulphilas in die gothische Sprache über-setzte. Alle Anfangsbuchstaben sind mit Gold unddie andern Buchstaben mit Silber auf purpurfarbi-ges Pergament geschrieben. Ulphilas machte dieseUibersetzung um 560 nach Eh. G., ob aber dieseHandschrift gerade ins vierte Jahrhundert zu setzenist, weiß man nicht m). Aus den Zeiten Karls deSGroßen hat man noch blaues und violettes Perga-ment n). Jetzt weiß man dem Pergament alle Far-ben zu geben, und auch ein gefärbtes durchsichtige-Pergament zu machen 0).

In Europa wurde das Pergament im sechstenJahrhundert bekannt, und in Teutschland bedienteman sich desselben bis 1230 nur zu wichtigen Ur-kunden p). Im Jahr izz/ hakte Nürnberg bereitsPergamentirer g). Im Jahr i4zc> druckte Gutten-berg Bibeln auf Pergament, und mit dem Anfangedes >6. Jahrhunderts fing man in Europa an, aufPergament zu schreiben r).

Loriot erfand die Kunst, Zeichnungen mit detBlcyfeder auf Pergament haltbar und beständig zumachen s).

n) klin. UIÜ. Nnt. Istb. xm. c. 21. b) Uerockot.b.it>. V. n. ZZ. oder 1 >rps>cli. I. z. c. A8- c) Liockor8ic. Likl. Uiki. t. r. p. 84. st) H. Uugo sto pri-ma feribcnsti orißine. c»p. ,0. p. 91. *) v) ktin. l.r. k) Iuvenel be Earsenca« Geschickte der schönen Wts.und freyen Künste, überseht von Job- Erb- Kappe.i7Zr. 2. Th. zo. Kap. S. 408. 4 ay. ß) Wehr«vom Papier. Curieuse Nachrichten von Erstnr