Band 
Fünfter Theil.
Seite
96
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96 Perspektive-Kunst.

ihre Gründe ein, und erhob sie zur mathematischenWissenschaft.

Die mechanische Perspectiv oder die Kunst,durch Instrumente und Maschinen, ohne geometri-sche Regeln, eine Figur ins Perspectiv zu bringen,erfand Albrecht Dürer, (geb. zu Nürnberg 1740,s -L2Z i). Zu solchen perspektivischen Zeichnun-gen bediente mstn sich der Camera obscura und an-derer Instrumente. Auch Johann Prätorius, der16l6 starb, erfand ein neues Instrument zu per-spektivischen Vorstellungen k). Nachher hat der Mc-chanikus Lcupold in Leipzig zwey ganz neue Instru-mente zur mechanischen Perspektive erfunden, wo-mit man Figuren zu den cylindrischen und koni-schen Spiegeln ausreisten konnte.

Neuerlich hat Peacock drey einfache Werkzeugeangegeben, um architektonische und Maschineuzeich-uungcn ins Perspectiv zu bringen I). Mehrere sol-che Maschinen findet man unter den Rubriken, Po-lycreste - Maschine, Zeichncrinstrumenre.

Die Lustperspective oder diejenigen Perspekti-ve, welche die Gegenstände nach Maßgabe der da-zwischen befindlichen dickeren oder diinneren Luft be-handeln lehret, erfand Lucas von Leyden, ein hol-ländischer Maler (geb. >494, s izZz):

Die analytisch trigonometrische Einkleidung derPerspektive hat Kastrier 17^2 zuerst gewiesen m).

Um diese Kunst haben sich noch verdient ge-macht Robert Baco, des Argues, Nrceron, An^

dreas .