98 Perturbationen.
die man sich ausdachtc, hätten immer mit znr Ab-sicht, diese Abweichungen zu erklären, und daS co-pcrnikanischc System, mit Keplers Theorie der el-liptischen Planetenbahnen verbunden, leistete hierinmehr, als alles vorherige. Indessen konnte mandadurch doch viele Abweichungen des Mondenlaussnicht erklären.
Endlich verbreitete Newtons Entdeckung derallgemeinen Schwere ein ganz unerwartetes Lichtüber diesen Gegenstand. Den Grundsätzen diesesSystems zufolge ist alle Materie gegen einander,mithin der Planet nicht allein gegen die Sonne,sondern auch gegen die übrigen Planeten, der Mondnicht nur gegen die Erde, sondern auch ganz vor-züglich gegen die Sonne, ja auch gegen Venus undJupiter schwer. Nun wird der regelmäßige Laufin der elliptischen Bahn nach den keplerischen Ge-setzen bloß durch Gravitation gegen die Sonne,beym Monde bloß durch Schwere gegen die Erdebewirkt: natürlich müssen also Abweichungen vondiesen Gesetzen entstehen, wenn noch andere Kräftemitwirken. So hat man den Schlüssel zu diesemRäthsel, und zugleich die physische Ursache desselben.
Newton selbst erklärte und bestimmte schon ei-nen großen Theil dieser Abweichungen a). Allesberuht hierbey auf der sogenannten Aufgabe vondrey Körpern, welche die Gesetze untersucht,nach welchen sich drey gegenseitig gravitirendc Kör-per bewegen, wenn entweder zwey von ihnen umden dritten, oder einer von ihnen um den zweyten