Band 
Fünfter Theil.
Seite
209
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Pistole. 209

diesen Nahmen von der Stadt Pistoja m Welsch-land ab, wo die Pistolen erfunden worden seynsollen. Doch will man ihre Erfindung lieber denTeutschen zuschreiben, wenigstens wurden sie beyden Teutschen eher eingeführt, als bey den Fran-zosen. Im Jahre ,§44 waren ste bereits bekannt u).Bella») nennt ste schon unter Franz I. im Jahre >§44,und unter Heinrich II. hießen die teutschen Reutervon diesen» Gewehr IMoIlers b). Heinrich IV.,König von Navarra, zeigte den Reutern zuerst, wiesie nael, abgeworfenen Spießen die Pistolen rechtbrauchen sollten.

Ein Meister in Nürnberg erstand Pistolen, die,wenn ste einmahl mit Wind geladen waren, sechs-mahl gespannt werden konnten c).

Gottfried Hautfch in Nürnberg richtete zu An-fang dieses Jahrhunderts die Pistolcnlaufte so ein,daß, wenn die Patrone in den Lauf gestoßen wur-de, zugleich das Pulver durch das Zündloch in diePfanne lief. Auf solche Art konnte man drey Schüssethun, ehe ein andrer, der Pulver auf die Pfanneschürten mußte, einen Schuß thun konnte ä).

Ein gewisser Daniel Mottel aus Murten inder Schweiz erfand eine Art von Pistolen, mitwelchen man in einer Minute 14 Kugelschüsse thunkann. Es gehört dazu nicht mehr Mühe und Zeit,als bey einer andern Pistole, auch haben ste, wiedie andern, nur einen Lauf und eine Zündpsanne.

Die electrische oder die Knallluft - Pistole isteine Vorrichtung, in welcher die Explosion der durchBusch. Handb. d. Erst. §. Thl. H