Band 
Fünfter Theil.
Seite
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Porcellan. 2 ZZ

wird, wenn es gleich nicht so gut ist, als das weiße.4) Die schöne Politur macht ebenfalls die Gefäßekostbarer, hingegen werden die schönsten durch Risseverunstaltet, z) Die Größe der Gefäße macht sieam meisten kostbar, weil dazu besondere Oefen nö-thig sind. Der erste König von Preussen brachte achtund vierzig schöne große Gefäße zusammen, welcherothe Blumen auf einem weißen Grunde hallen,wofür ihm der König von Polen, August II, einRegiment Dragoner gab. 6) Die saubere Malcreyvcrmehrt auch den Werth der Gefäße. Zwar sinddie Figuren, besonders der Menschen, auf dem Asia-tischen Porcellane mehrenthcils schlecht gezeichnet,aber die Farben sind ungemein schön. Eine beson-dere Art des Porcellans ist wegen der Malerey sel-ten, nähmlich das gcgitterte, weil nur die Manda-rinen oder königlichen Bedienten in China derglei-chen gebrauchen. /) Das allcrkostbarste und schön-ste Porcellan ist dasjenige, welches erhabne Figu-ren hat. Hingegen das allgemeinste ist das Brau-ne mit weißen Figuren, welches das gewöhnlichsteHausgeschirr in China ist, worin man nicht nurkochet, sondern auch die Wände damit bekleidet,und die Häuser, anstatt des Marmors, damit ver-zieret. In Pecking und an andern Orten hat manganze Porzellanthürme, welche damit überzogensind, und bey jedem Stockwerke hangen Glockenheraus. Im Orient hat mau die abergläubischeMeinung, daß das Porcellan dem Gifte die Kraftnehme, daher es daselbst besonders geschätzt wird.Sonst gingen große Geldsummen für Porcellan ausEuropa nach China; seitdem aber das Dresdner