Band 
Fünfter Theil.
Seite
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«84 Puder.,

re ebenfalls mit Goldstaub b). Auch die griechi-schen Fürsten befahlen, daß sich ihre Leibwachenmit Goldstaub pudern sollten. Die Kaiser Gallie-nus und Commodus puderten sich auch mir Gold-staub c).

Von dem Puder aus Mehl findet sich wohl ei-ne Spur bey dem Homer, welcher erzählt, daßdie Mören oder Parcen Schwestern, mit schnellenFlügeln und mit Mehlbestreurcn Häuptern gewesenwären ä), aber hieraus läßt sich noch nicht aufden Gebrauch des Mchlpudcrs unter den Griechenschließen.

Man glaubt gemeiniglich, der Gebrauch deSjetzt gewöhnlichen Haarpudcrs sey zugleich mit denPerücken aufgekommen; allein der Puder aus Kraft-mehl ist neuer als jener Haarpuß und steigt nichtüber das i6te Jahrhundert hinaus. Unter Lud-wig XlV. (f >71^) war der Gebrauch des Pu-ders noch nicht allgemein und dieser König hasteteanfänglich diese Mode. Zu Ende des r^ten Jahr,Hunderts puderten sich nur noch die Komödianten,und zwar bloß auf der Schaubühne. Nach geen-digtem Schauspiele klopften sie sorgfältig wiederden Puder aus den Haaren a). In Schweden er-streckt sich der Gebrauch des Puders kaum über dasJahr 1670 k).

») ckofepki Xnrigult. I.ib. VIH. c. r. b) Gochat-tcher Hof - Kalender. >790. c) Anclpandvra. It. S.ZZ>- U) Homer Hymne auf den Hermes. Vers Z49-550. Z.;>. e) Beckmann Anlcit. zur Technol. >787-S. >86. k) Stockholmer Magazin- Hl. Tb. >7^6.