Rechenkunst. Z4H
ganzen und zwiefach geschnittenen Linien zusammen-gesetzt , und wozu der Schlüssel d. i. die Art undWeise sie zu erklären, vor mehr als 1000 Jahrenverloren gegangen war. Der Jesuit Bouvet hieltdiese Rechnungsart des Leibnitz für den Schlüsseldieser Figur, indem er die ganzen Linien Einhei-ten, die zweysach zerschnittenen aber Nullen bedeu-ten ließ x). Leibnitz zeigte in dieser Erfindung zu-gleich , daß auch Rechnungsarten möglich find, indenen man statt der 10 Einheiten bis auf zahlt.Hierauf machte Weidler >719 einen Entwurf derRechenkunst mit 12 Zahlzeichen bekannt ^).
Pythagoras hielt die vierte Zahl hoch, dahervermuthete man, daß er eine Kenntniß durch vierZahlen zu rechnen gehabt haben müsse, dieß bewogden Erhard Weigel zu Jena, die Tetractische Re-chenkunst, wo man nur mit i, 2, g, 0, rechnet,wieder zu erfinden r). Aristoteles bemerkt auch,daß ein Volk unter den Thraciern nur bis auf viergezählt habe na).
Die Kunst, ohne das Einmahlcins zu rechnen,erfanden Johann Georg Herwart von Hohenburg,und Hiob Ludolph.
Der Graf Maximilian von Lamberg , der 1792starb, erfand die Bustrophical - Rechnung. Siebesteht der Hauptsache nach darin, daß eine Zahl,die mit einer andern addirt, oder von der eine an-dere subtrahirt, oder die multiplirirt oder dividirtwerden soll, sogleich das richtige Product oder denQuotienten angibt, wenn man sie nur umkehrt.