Band 
Sechster Theil.
Seite
14
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14 Saulenordnung.

nen, bis auf den Boden abgerundet, und batte al-so kein Fußgestclle. Der Architrab war höher, alsbey den indianischen Säulen. Die Egyptier erfan-den ferner die Profile zu einigen erhabenen Glie-dern , sie verbesserten den Knauf, der sich vom Säu-lcnfiamm an, bis unter den Architrab ausbreitete, auchführten sie zuersi die Verzierungen aus dem Pflan-zenreiche in der Baukunst ein.

Die Jsracliten hatten zu Moses Zeit auch schonKenntniß von künstlichen Säulen, wie aus 2. Mo-se 26, z2. Cap. 27, 17. erhellet; sie konnten die-se Kenntniß von den Egyptiern haben.

Etwas später als in Egypten kam die Baukunstzu den Babyloniern. Die Säulen der Babvloniersind sehr hoch, reich verziert, der Säulenfuß ist nachder Glockenlinie gestaltet, mit Blättern umgeben;der Stamm ist mit schmalen Krinnen bchauen, undverliert sich oben in einen Blumenkelch, aus dem einrunder Aussatz, und über diesem eine Art von Stuhlruht, aus dem ein Kamecl liegt, dessen Rücken ver-muthlich das Dach des Gebäudes trug b).

Die Griechen hatten vier Säulenordnungeu,die Dorische, Ionische, Corinthische und Toscanische,die ersten drey wuroen in Griechenland- die letzter»aber in Italien, doch vielleicht von einem griechi-schen Künstler, erfunden.

Die älteste unter den griechischen Säulcnordnungen ist die Dorische, aber dem Range oder der Schön-heit nach ist sie die zweyte. Die Säule dieser Ord-nung war kegelförmig c), ihr Kapital hat wederBlätter noch Schnörkel, aber einen Zrieß mit Trig-