«4 Safran,
zu geben, und wird auch von den Emailmalern ge-braucht a). Rößler, der 167^, im Mcn Jahre sei-nes Alters starb, gibt zu verstehen b), daß schon »Ac»Jahre vor seiner Zeit Kobalt gewonnen, und als Saflorverhandelt worden sey. Melzer c) sagt, daß ein Fran-ke, Peter Wcidenhanuner, dessen Nahme mir derJahrzahl >§20 in der großen Kirche zu Schneeberghinter der Kanzel im untern Fenster steht, durch Be-reitung einer Farbe aus den Wismuth- Graupen inSchnceberg reich geworden sey. Man meint daher,daß man schon im Jahr - Loo in Sachsen den Kobaltin Saflor verwandelt habe. Vannuccio Viringoccionennt den Saflor Zaffera, und beschreibt seinen Ge-brauch zur Färbung des Glases. Auch HicronymusCardanus, der 1L7F starb, nennt Zaffera eine Er-de, die das Glas blau färbt 6). Kunkel, der um>702 starb, hat die Zaffera oder den Saflor zuerstdeutlich beschrieben e).
a) Jacobs»» Tectinol. Wörterbuch HI. S. 48 >-Jablvnskie Allg-n,. Lex. aller Künste und Wiff. II.S. >4oz- Lripzig >767. tr) Ualslt-r in lpeculo >ne-tailurtzi^e xolitissiino. Dresden 1700, S. >6z. c)Melzer l» seiner Bergkläuftigen Beschreibung Schnee-bergs, S. 46^. cl) Lsrstan. c!e Lubtll. I,lb. e)Kunkels Vlaämacheckunst. Nürnberg >743. S. 46.
Safran ist eine Zwiebelpflanze von der esmehrere Arten gibt. Der gewürzhafte Safran treibtBlumen, deren Kelch einen Büschel kleiner Faden ent-halt, die man Safran nennt, und schon zu des Thev-phrafls und PliniuS Zeiten zur Arzeney, zu Gewürzenund zur Farbe gebraucht wurden. Auch Galen undDio-scvrides beschrieben den Safran schon. Golius halt.das