Band 
Sechster Theil.
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Salz.

Die Menschen konnten es sehr frühzeitig kennenlernen, denn im Orient gab es viele salzige Mo-raste , worin das Salz ohne Beyhülfe der Menschenzu Crystallen anschießt. Wenn das todte Meer,das im Frühling austeilt, wieder in seine Ufer zu-rückkehret, so steht man diejenigen Thäler, die esüberschwemmt, mit einer ordentlichen Rinde vonSalz bedeckt, welche so beträchtlich ist, daß sich dieEinwohner von ganz Palästina damit behelfen kön-nen. In solchen aus der Erde hervorgebrochenensalzigen Wassern, die nachher das todte Meer aus-machten, kam Loths Weib um, und man fand siemit einer Salzrinde überzogen, nachdem die Wasserzurückgetreten waren s). Auch andere Meere lassen,wenn sie übertreten und wieder zurücktreten, an denKüsten und in den Vertiefungen der Erde Wasserzurück, welches von der Sonne ausgetrocknet wird,da dann ein Salz zurück bleibt, welches Meersalz,oder Boysalz genannt wird, und den Menschen früh-zeitig bekannt werden konnte. Was hier die Son-ne that, ahmten die Menschen in der Folge durchdas Feuer nach, und lernten aus den Salzquellen,vermittelst des Feuers, Salz sieden. Wie alt derGebrauch des Salzes seyn mag, erhellet daraus, daßdie Egyptier von den ältesten Zeiten her das Ein-salzen des Fleisches und der Fische kannten b).

Die Alten glaubten, Mifor oder Mizram undSelech hätten den Gebrauch des Salzes erfunden c).

Bey den Römern ließ Ancus Martins, derzZ4; n. E. d. W. zur Regierung kam, zuerst Salz-werke anlegen 6). Zu Cäsars Zeit gab es Salz-werke in der Gegend von Utica e).