Band 
Sechster Theil.
Seite
106
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ec>6 Schauspiel.

Zuschauer unterhielten ooo). Auch meldet uns Suetonaus dem Diomcdcs, daß die Musik bey den Römerndie Stelle des Chors vertrat. Eine andere Eigenheitder römischen Komödie ist der Prolog , den Plautuszuerst im Nahmen des Dichters halten ließ, da hinge-gen Euripides das, was man in seinen Tragödien fürProlog ausgeben will, allemahl einer bestimmten Per-son in den Mund legt. Doch ist es noch nicht entschieden,ob der Prolog wirklich eine römische Erfindung ist, weilman die neuere Komödie der Griechen nicht genau ge-nug kennt. Der wichtigste Unterschied zwischen dieserund jener bestand in der Art der Vorstellung ; im Mo-nolog (Lanticum) war nähmlich die Declamation vonder Action getrennt, und zwischen zwey Schauspielergetheilt; was der eine sagte, das stellte der anderedurch Gebehrden vor. Uibrigens scheint sich die eigent-liche Komödie bey den Römern nur bis in das zweyteJahrhundert auf der Bühne erhalten zu haben, undVerginius, dessen Plinius ppp) gedenkt, ihr letztereigentlicher komischer Dichter gewesen zu seyn. Mimenund Pantomimen verdrängten, wie Marc Aurelggg)sagt, das regelmäßige Schauspiel, oder dieses artetevielmehr in Mimen und Pantomimen aus. Vonder römischen Komödie sind nur auf uns gekommen2, nicht vollständige Stücke des Plautus und 6Stücke des Terentius. Von des übrigen römischenKomödien - Dichtern bat man bloß noch einzelne Frag-mente. Als Attika im Jahr 546 n. C. G. Rom er-oberte, hörten daselbst die Schauspiele fast gänzlich<Mf rrr).

Mehrere Arten der römischen Komödie haben ihreNahmen von den verschiedenen Arten der Personen,