Band 
Sechster Theil.
Seite
108
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in? Schauspiel.

terey und Satyre sogar, über die römischen Kaiser;auch waren )ie Erodier, mit allerhand Liedern unter-mischt. Sus dem Suetonius erhellet, daß diesesSchauspie. unter den Kaisern aufhörte, national zuseyn, und nicht mehr von den jungen Römern,sondern vor ordentlichen Schauspielern aufgeführtwurde,

HerodS führte die Schauspiele nach römischemGeschmack unter den Juden ein, und ließ zu Jeru-salem ein Theater bauen vvv).

Von dm ersten Anfange der neuen Komödie weißman nichts gewisses. Man vermuthet, daß sie entwe-der in Jtalicnctwgs von der römischen Komödie durchalle Jahrhunderte der mittleren Zeit erhalten, und daßsich mit Verbeserung des Geschmacks die Komödie wie-der der alten jjorm genähert habe, oder daß sie beyeinigen neuern Völkern ohne Nachahmung, wie etwabey den Griechen, entstanden sey.

Bey den Hristlichen Völkern war die Komödieanfänglich eberfalls mit der Religion verbunden,denn in den ältesten christlichen Schauspielen wurdenbiblische Geschichten oder das Leben der Heiligen auf-geführt wv). Anfangs fanden die Schauspiele beyden Christen Widerspruch. Tertullian war der ersteunter den Chrifen, der im 2 ten Jahrhundert einBuch xxx) gegen das Drama schrieb. Im Jahr Zozwurde auf der Kirchenversammlung zu Elvira sogardas Verdammungsurtheil über die Schaubühne gespro-chen. Demungeachtet schrieb Apollinaris, Bischof inLaodicäa im 4ten Jahrhundert Trauerspiele in derManier des Euripides und Lustspiele in der Manierdes Mcnander, die zum Gebrauch für Schulen die.