Band 
Sechster Theil.
Seite
115
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Schauspiel. i iL

gäbe zeigte. Mit dieser Gattung der Komödie wa-ren fast immer die Intermezzos verbunden, aus de-nen sich endlich die eigentliche komische Oper bildete.Schon in die frühesten Stücke der geschriebenen ita-liänischen Komödie wurden, zwischen den Acten,Lieder oder Madrigale, unter der Aufschrift: Cc>rc>,eingeschaltet, und diese verwandelten sich endlich inGespräche, die eine eigne Handlung darstellten undzur Oper Veranlassung gaben. ,

In den Theatervcrzicrungen oder Dekorationenzeigte stch unter den Jtaliänern Servandoni als eingroßer Meister. , . >

Die spanische Komödie und das ganze spanischeDrama leitet Ouadrio von den Arcllancn der Rö-mer ab, welche Meinung aber keinen Beyfall ver-dient. Die Spanier halten zwey Arten der christ-lichen Komödie. Die erste Art sind die ,76^ durchein königliches GeseH verbothene ^uros lucramenra-les, die eigentlich zu den Moralitäten gehören, weilsie größtentheils nur allegorische Personen hatten,aber auch von einigen zu den Mysterien gerechnetwerden, weil sie Beziehung auf die Geheimn.ße derReligion, besonders aus die Geyeimniße des Sa-kraments hatten. Cervantes gedenkt unter den Spa-niern der Auros zuerst in der Fortsetzung des I).(Iuixotts, die 161; erschien. Für die Vorläuferder>Xnrc,5 hält man die Mummereyen des Fronleich-namsfests, die Gesänge und Aufzüge der Pilgrim»me, die Gespräche des Juan de la Enzina, worindie Passion, die Wallfahrt nach Jerusalem u. s. w,abgehandelt werden. Es ist auch wahrscheinlich, dassman schon vor iü»A l^uror in gehöriger Form hat-