Band 
Sechster Theil.
Seite
117
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Schauspiel. 117

schon zu Anfange des i6ten Jahrhunderts geschrie-bene, aber nicht aufgeführte Stücke, die der eigent-lichen Komödie, naher kamen. Dahin gehören dieacht Stücke, welche ein Geistlicher Uarrk. äs Torrs»dlaknrro, unter der Aufschrift propolsäia IL20 zuScvilla herausgab. Er brachte zuerst Handlungenauf die Bühne, in denen man Plan und Verwicke-lung findet. Naharro soll auch zuerst das Wort^ornnäa für Act gebraucht haben. Auf ihn scheintäuan äs Lueva gefolgt oder doch dem Cervantes vor-gegangen zu seyn; schon im Jahr >L88 wurdenKomödien von ihm gedruckt, die mehr Handlung,mehr Verwickelung und bessere Entwickelung haben,als die des Naharro; kurz er vervollkommnete diespanische Komödie. Indessen gesteht er auch selbst,daß ihm die Spanier Schuld geben, er habe zuerstKönige und Königinnen mitten unter gemeine Leutein das Lustspiel eingeführt, und dadurch die allmah-ligc Verunstaltung desselben veranlaßt. Er nenntauch verschiedene ältere Dichter, als Quevara, Gu-tiere de Catina, Cazar, Fuentes, Drtitz, Megia,Malara, die in ihren Stücken den Regeln der Al-ten treu blieben, sagt aber zugleich, daß das Volkdieser Simplicität übcrdrüßig geworden, und daßschon vor ihm die Alten nicht mehr als Gesetzgeberbetrachtet worden waren, daß er endlich die Komö-die von fünf auf vier Acte eingeschränkt habe.

Unter den eigentlichen dramatischen Produckender Spanier haben die acht Stücke des Lkriü. äsViriles, die i6oy heraus kamen, zuerst den Titelder Tragikomödien geführt und waren es zum Tyeilguch wirklich. Er selbst rühmt in der Vorrede seiner