Band 
Sechster Theil.
Seite
129
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Schauspiel. 126

glieder derselben machten nun eine eigene italiänischekomische Operngesellschaft aus, die auch zuweilenStücke in französischer Sprache aufführte.

Zur französischen Komödie gehören noch diebixucomiguss, welche auS mehreren verschiedenartigenStücken bestehen. Das erste derselben, welches diesenTitel führt, war les ^moursils Oiäon er äe 1'Lnöe»von Uonrlleur^, im Jahr ,67z. Es besteht aus dreyAuszügen, welche ein vollkommnes Trauerspiel aus-machen, zwischen den Acten sind aber kleine für sichbestehende lustige Stücke. Die komische Ovcr hatnachher noch dergleichen Stücke zuweilen gegeben.

Endlich halten auch die Franzosen noch die so-genannten porscles oder Posscnspiele, worin Sittengemeiner Leute und niedrige Vorfalle auf den Lou-levaräs vorgestellt werden. Im Jahr 17/9 brachted'Orville das Theater, auf welchem sie gespielt wur-den, durch das Stück: Tos barcus pa^nr l'amenäLsehr empor.

In England fangt das Lustspiel ebenfalls mit denMysterien an, die daselbst IVlirnclss genannt wurden,weil sie die Wunder der Heiligen und Märtyrer ent-hielten. Schon im , itxn Jahrhundert wurden da-selbst dergleichen Stücke, und zwar in den Kirchen,gespielt uuuu). Es ist daher nicht richtig, wenn ei-nige behaupten, daß in England die Schauspiele zucZeit des Dichters Wilhelm Stcphanides, eines eng-lischen Mönchs, der 1:9, starb, ihren Anfang ge,nommen haben sollen wvv).

Wenn die Moralitäten (Xloraliriss, Noral ?Isz?soder Inrerluäs's) zuerst in englischer Sprache geschrie-ben wurde», ist nicht bekannt. Das erste bekannteBusch Handb.Srf. s.TH. I