LZZ Schreibmaschine.
lab voce dlaircb-lm. Lan. Lbrtin. 8»sc.
IX. z>. 124. 00) Iliel. Orig. VI. >z. Ding. 810, II.
98- xx) Jablonskle a. a. O. II. >327.
Schreibmaschine. Die Kunst, zwey Briefeauf einmahl zu schreiben, wurde von einem Cöllni-schen Schulmeister erfunden. Er nahm ein Holz,durchbohrte es an beyden Enden, steckte durch jedesLoch eine Feder, griff dann das Holz in der Mittean, und schrieb so mit beyden Federn zugleich aufzwey in gehöriger Entfernung befestigte Bogen Pa-pier. Dieses war die einfachste Schreibmaschine. DaSDiÄionnsirs ä'In-lullrie gedenkt noch einiger Maschi-nen, womit man einen Gegenstand doppelt- sogardreyfach cchschreibcn kann. Herr Knauß, der 1759als Jnspectvr der physikalisch - mechanischen Kunst-kammer in Wien, 66 Jahre all ^ starb, hatte eben-falls eine felbstschreibendc Kunstmaschine erfunden a).Herr P. Jaquet Droz hat im Jahr 1777 einen künst-lichen Schreiber verfertiget, der ein Kind von zwcvJahren vorstellt, welches auf einem Tabouret fitzt -und auf einem Pulte schreibt. Es taucht die Federselbst ins Dintenfaß, schüttelt das Uiberflüßige ausder Feder, schreibt alles, was ihm vorgesagt wird,setzt die Anfangsbuchstaben richtig, läßt gehörigenZwifchenraum zwischen den Worten, und setzt auch-ie Linien gehörig von einander ab. Wenn es schreibt,heftet es die Augen auf die Schrift, und wenn es einWort geschrieben hat, wirft es dieselben auf eineVorschrift, als wenn es dieselbe nachahmen wollte b).
a) Licbtenbergs Magazin. VI. B. 2. St. S. 191.
b) Köntgl. Großbrlt. Gen. Kalender. Lauenb. 17S0.