SL8 Schuhsch-nallen — Schulen.
Schuhschnallen. Der Schuhschnallen wirdbereits im Sachsenrccht gedacht, wo sie zu den weib-lichen Gerade-Stücken gerechnet werden. In Eng-land wurden sie zuerst unter Karl II. Mode; gemei-ne Leute, und die, welche das Einfache im Anzügeliebten, banden aber die Schuhe noch immer zu.Neuerlich har man klastische Schuhschnallcn erfun-den , die von Boulton und Compagnie in Soho beyBirmingham verfertiget werden. Sie sind mit künst-lich angebrachten Svnngfederu versehen, vermögewelcher sie sich, wenn man ihnen in der Mitte ei-nen leichten Druck gibt, über die Oberfläche desFußes ausdehnen, und, sobald jener Druck aufhört,durch ihre Schnellkraft die vorige Gestalt wieder an-nehmen, und sich dadurch von selbst wieder auf demFuße befestigen, indem sich ein Paar unterhalb be-findliche Häckchcn-in die dicht übereinander geschla-genen Riemen anhangen, und durch einen leichtenDruck auch von selbst wieder auslösen.
Journal für Fabrik, Handlung und Mode. 1794.
Jul. S. 71. 72.
Schülens s. Sonnenflecken.
Schür er (Christoph) s. Schmälte.
Schulen sind Anstalten, die unter obrigkeitlicherAufsicht stehen, in denen die Jugend in nützlichen Wis-senschaften unterrichtet wird. In den alten Zeiten wa-ren jedoch die Schulen auch für Erwachsene bestimmt.In dem patriarchalischen und nomadischen Leben er-theilten die Hausvater selbst ihren Familien den nö-thigen Unterricht in der Religion und Volksgeschichte.So hatte Noah die Vorwelt Lugend gelehrt, und wur-de deßwegen ein Prediger der Gerechtigkeit genannt a).