Band 
Sechster Theil.
Seite
276
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276 Schwere.

des stillstehenden Wassers rechte Winkel machen. Eini-ge Stellen in Plutarchs Gespräche von der Mondschei-be zeigen, daß die Alten die Schwere nicht einer ge-heimen Kraft des Mittclvuncts, sondern ganz richtigden um diesen Miktclpunck versammelten körperlichenTheilen zugeschrieben, auch die Gestalt und das Zu-sammenhalten des Monds aus einer ähnlichen Schwereseiner Theile gegen das Ganze hergeleitet haben. Auchwar der Begriff von allgemeiner Schwere den Alsennicht unbekannt.

Kcplcr, geb. iL/i zuWeilimWürrembergischen,gestorben zu Regensburg 1630, scheint den erstenGedanken einer mechanischen Erklärung der Schweregehabt zu haben. Er leitet sie von gewissen um denMittelpunkt der Erde herum bewegten feinen Aus-stichen her, welche die Körper senkrecht gegen die Erdeniedertrieben. Dieß ist der Grund von mehreren nach-her berühmt gewordenen Systemen. Er erklärte dieSchwere durch das Gleichniß mit Svrcu, welche aufdem Wasser, wenn man dieses im Kreise herum bewe-get, sich in dem Mittclvuncte desselben sammelt s).

Gassendi nahm zur Erklärung der Schwere Aus-stiche einer Materie an, welche aus der Erde, wieStrahlen, ausgingen und die Körper nach derselbenzurückzögen. Andere z. B. Casatus behaupten, dieKörper wären darum schwer, weil sie sich nicht auihrem natürlichen Orte befänden. Nach diesem streb-ten sie zu gehen und wenn sie ihn erreicht hätten ^würde man keine Schwere mehr an ihnen bemerken.

Descartcs macht die Erklärung der Schwere zueinem Theile seines Mechanischen Systems der Physikund erklärt die Schwere durch sein System von den