Band 
Sechster Theil.
Seite
358
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ZLv Tonnenflecken.

anders, als ein großer Sonnenflecken seyn. Keplerhielt zwar diese Erscheinung wirklich für einen Durch-gang des Merkurs, und änderte, um sich zu helfen,das ocro 6ies eigenmächtig in ocrories ab; aber Mäst-lin widerlegte diesen Einfall schon im Jahr i6n6 ausguten Gründen.

Kepler glaubte am ss. May 1607 ebenfalls denMerkur in der Sonne gesehen zu haben c); als eraber hernach von den Sonnenflecken Nachricht erhieltund fand, Merkur könne damahls nicht in der Sonnegewesen seyn, bekannte er selbst, er habe geirrt, undgab auch wegen jener Stelle des Annalisten seinemLehrer Mästlin Recht. Kepler hat also zuerst unterden Neuern einen Sonnenflecken gesehen, ohne ihnjedoch für das was er war, zu erkennen. Keplerselbst verglich sich daher mit dem Marius, der dieIupitersmonden auch zuerst gesehen hatte, ohne siezu kennen. Uibrigens war Keplers Beobachtung aneinem im verfinsterten Zimmer aufgefangenen Son-nenbilde mit bloßen Augen gemacht.

Bald nach Erfindung des Fernrohrs erblicktenmehrere Beobachter die Sonnenflecken fast zu glei-cher Zeit, und die Ehre ihrer ersten Entdeckung ge-bührt aller Wahrscheinlichkeit nach den Teutschen,obgleich Galilei ihnen diese Entdeckung streitig ma-chen wollte und Harriot mit unter die ersten gezähltwerden muß, die die Sonnenflecken beobachteten.

Der dlunciur lläereus, den Galilei im Jahr16,«1 herausgab, soll die Aufmerksamkeit des Joh.Fabrieius gereiht haben, daß er bey feinem Vater,David Fabrieius, der selbst ein berühmter AstronomAad Prediger zu Djiell oder Dstccl in Dstftiesland