Band 
Sechster Theil.
Seite
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^6ci Sonnenflecken.

Herr von Zach ist geneigt, Harriots Beobachtungenwirklich für die ältesten zu halten e). Dieß kann inso fern gelten, weil man vom Harriot bestimmt weiß,daß seine Beobachtungen mit dem 8. December 1610anfangen, dahingegen Joh. Fabricius den Tag, woer die Sonnenflecken zuerst entdeckte, nicht angemerkthat. Indessen erzählt Joh. Fabricius, daß er sichschon seit dem Anfange des Jahrs i6ic die Umwäl-zungen der Sonnenflecken angemerkt habe, und die-ser Umstand macht es sehr wahrscheinlich, daß er dieSonnenflecken schon einige Zeit, wenigstens vordem8. December des Jahrs ,6io gekannt hat, daherihm durch die Entdeckung der Manuskripte des Har-riet, die Ehre der ersten Entdeckung der Sonnen-stecken noch nicht streitig gemacht werden kann.

Im März :6r: wurden die Sonnenflecken zuJngoistadt von dem Jesuiten Christoph Scheine:',dem dasigen Professor der Mathematik, wahrgenom-men, welcher die Sonne, wenn fie hinter dünnenWolken stand, durch ein Fernrohr beobachtete. Erzeigte diese Erscheinung am 2». März i6r: demP. Cysatus, und bediente sich in der Folge blauerGläser, um den Glanz der Sonne zu schwächen, biser endlich eine besondere Vorrichtung zu diesen Be-obachtungen erfand. Nun zeigte er diese Erscheinungmehreren seiner Ordensbruder; weil man aber da-mahls nach der aristotelischen Philosophie die Sonnefür den vollkonunensten Körper und für das reinsteFeuer hielt: so wollte der Provinzial dieses Ordens,Theodor Busaus, die Entdeckung der Sonnenfleckennicht ohne Behuthsamkeit bekannt machen lassen.Scheine:' schickte daher die Nachricht von seinen evr