Band 
Siebenter Theil.
Seite
56
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§5 Sprachrohr.

HU verstärken, und auf größere Entfernungen fort-zuführen. Alexander der Große soll sich zur Versamm-lung feines Kriegsvolks eines Horns bedient haben,welches fünf Ellen im Durchmesser hatte, und dessenKlang man ic>o Stadien (ein Stadium war , 2 ^Schritte) weit hören konnte. Die Nachricht davonbefindet sich in einem Manuskripte des Daticans,welches den Titel führt: 8ecrera ^rifiorells all H.Ie-'xsrillrum dlaAuum. Kircher, der die Stelle aus die-sem Manuskript anführt, fügte sogar die Zeichnungdes Horns bey u). Morhof b) führt die Stelle die-ses dem Aristoteles unterschobenen Buchs, welchesaus dem Arabischen ins Lateinische übersetzt, zu Bo-logna schon iz 16 gedruckt wurde, ebenfalls, aberanders, als Kirchxr, an. In diesem Hörne desAlexanders haben einige das älteste Sprachrohr findenwollen; allein das Fabelhafte dabey ist nicht zu ver-kennen. Ich möchte den Mann gesehen haben, derein Horn, das an der untersten Mündung fünfEllenim Durchschnitt hatte, in seinen Händen hielt! doch,vielleicht lag es auf einem Gerüste! aber es gedenktauch keiner der Schriftsteller, die voin Alexander ge-schrieben haben, dieser Sache mit xinem Worte.Aus dem Alterthume des Manuskripts erhellet indes-sen doch so viel, daß schon die Araber das Sprach-rohr gekannt haben müßten; allein die Zeichnungenvon diesem Horn geben deutlich zuerkennen, daß esnicht zum Sprechen dienen konnte, sondern bloß zuden Blasinstrumcnken gehörte, deren hohes Alterthumniemand leugnet.

Andere behaupten, daß Porta schon das Sprach-rohr gekannt habe; allein Porta redet nur von einer