84 Steimnalerey — Steinpappr.
Stein malerey oder die Kunst, den Stei-nen eine Farbe mitzutheilen, soll zu den Zeiten desKaisers Klaudius erfunden worden seyn. Sie be-stand darin, daß man mehrere Flecken und Figurenin den Stein brachte, als von Natur darin gewe-sen waren. Nachher hak man eine andere Art derSteinmalerey erfunden, indem man verschiedene Fi-guren und Farben auf Chalcedon und Marmor bringt.Die Farben werden mit scharfen Wassern aufgetra-gen, und in die Sonne gelegt, da sie dann so starkeindringen, daß man sie poliren kann, wodurch siedas Ansehen bekommen, als ob alles von Natnr sogewesen wäre.
Jacobson Tcchnal. Wörterbuch. IV< S. 27z.
Stcinmassc. Herr Makrc hat durch Äersuchebewiesen, daß Kalköl durch Weinstcinöl, durch Zer-fließung zu einer steinharten Masse verharret. Junkerbat gefunden, daß calcinirtes Wundcrsalz des Glart-bers, mit Kalkwasser vermengt, schnell zu einerSreinmasse wird a).
Der Schreiner Gerber inCarlsruhc verfertiget einemit dem beßten Holz unauflöslich verbindende Hvlz-und Steinmasse, die sich poliren und schleifen laßt,und woraus er Kutschkasten, Tisch-und Coinmoden-Platten macht b).
Hall« fortgeseßke Magie. I. B- 1788- 8. 331.
l>) Anzeiger >79«. 4.Quartal.Nr. 121. S. 943-
Steinpappe oder Sie in papier. Derköniglich schwedische Admiralitätsmedicus, Herr v.Arvid Fa^re zu Carlscrona hak am 31. Julius 178L be-kannbgemacht, daß er ein Skcinpapicr, von der Dickevon i bis s Linien, und der Farbe des gewöhnlichen