t>6 Strinschnitt.
Steinschiiikt, S t e in sch n e id e k u n st,ist eine chirurgische Operation- da ein Blasenstcm,der zu groß ist, als daß er durch die Harnröhreabgehen kann , durch eine Wunde aus der Blase ge^zogen wird. Das Steinschneidsn war schon demHippocrales bekannt, er hielt es aber für sehr ge-fährlich. Zu seiner Zeit waren in der Rcstublik Cousschon öffentlich verordnete Steinschneider s).
Die kleine Bereitschaft- le perl: /epparaii, de^reu man sich beym Sleenschneiden bediente, wurde!üleriiociu; OuiäoniUna genannt k>).
Die große Bereitschaft jum Sleinschnciden cr^fand Johannes de Romanis - von Casal Maggioregebürtig- nach einigen im Jahr 1^02, nach andernim Jahr 1^22, nach andern >5,^ c). Er eröffnetefein Geheimniß dem Marianus SancruS von Bar-irtta, einem Doctor der Medicin von Padua, undvon diesem bekam die große Bereitschaft den NahmenL-ecrio IVIariana cl). Marianus eröffnete dieses Ge-heimniß dem Octavius de Villa , und dieser dem Lan-kentius Collot, der unter Heinrich ll. in Paris, umOberhvfstcinschneider wurde. Er theilte dasGeheimniß seinem Sohne mit, und ein Urenkel desLaurentius Collot, nähmlich Philippus Collot, der,ü;6 starb, reinigte diese Kunst von allem, wasdabey zu hart und schwer fiel. Der Enkel diesesPhilippus Collot brachte es dahin, daß diese Ope-ration sicherer und mit weniger Schmerzen vorge-nommen werden konnte, indem er sie auf zwey vcr-schicdenemahle verrichtete s).
Die hohe Bereitschaft, welche auch 8ecüo kran-chomurm genannt wird, ist die Kunst, den Blasenstein
über