H2 Sternmesscr — Sternschnuppen.
Sternmesser oder Astrometer, nennt derAbt Rochon ein Instrument, welches aus zweyFernröhren besteht, deren Brcnnpuncte im Mittel-puncte eines getheilten Bogens zusammenkommen.Man sieht mit jedem Auge durch ein Fernrohr; esdient die Winkel zur See zu niesten.
Sternschnuppen sind kleine leuchtende Kör-^per, die hauptsächlich des Abends, im Frühling,Herbst und Sommer, bald schneller, bald langsa-mer durch die Atmosphäre schießen und wieder ver-schwinden oder auf die Erde zu fallen scheinen.
Gasscndi hat auch an einem hellen, stillen undheitern Vormittage ein Srernschneuzen beobachtet,und Kraft sahe am 2§. Nov. 1741 zu Petersburgauch bey strenger Kälte häufige Sternschnuppen.
Beccaria erklärte »7^8 dieses Stcrnschieffen zu-erst für eine bloß electrische Erscheinung, wogegenRcimarus gegründete Einwendungen machte, aberauch gestand, daß er keinen andern recht wahrschein-lichen Grund dieses Meteors anzugeben wisse.
Volta erklärt diese Erscheinungen auS brennba-rer Luft, die mit atmosphärischer Luft vermischt,einer Entzündung fähig ist. Auch Green hält dieSternschnuppen für Entzündungen brennbarer Luft.arten. Nur kann man die Ursache dieser Entzün-dungen noch nicht angeben, wozu doch wohl electri-sche Funken nöthig seyn möchten. Herr D. Gehlerwirft die Frage auf: ob nicht etwa phosphoreseiren-dc Gasarten, die nur leuchten, nicht brennen, schonHur Erklärung hinreichend seyn möchten.
Schiert phystkal. Wörterbuch. IV. S. -»4- folg.
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