Band 
Siebenter Theil.
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221
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Thermometer. 221

Thermometer d. i. Wärmemaaß, oderrichtiger Thcrmostop d. i. Wärmezeiger, ist ein Werk-zeug zur Bestimmung der freyen oder fühlbaren War-;me der Luft und andrer Körper. Es besteht aus einergläsernen Röhre, an deren Ende eine Kugel äuge-,schmolzen ist, die mit Weingeist und Quecksilberangefüllt ist, welche Massen durch ihr Steigen oder'Fallen die Abwechselungen in der Wärme oder Kälteder Lust anzeigen. Die Lauge der Röhre ist in ge-wisse Grade abgetheilt, damit man den Unterschieddes Steigens und Fassens wahrnehmen kann. Wahr.scheinlich hak die Ausdehnung und Zusammenziehunkder Körper durch Wärme und Kälte zur Erfindung,des Thermometers Gelegenheit gegeben.

Die Erfindung des Thermometers wird »anderemeisten dem Cornelius Drebbel, einem Landmannaus Alkmar in Nordholland zugeschrieben, der die-ses Werkzeug um r6z8 erfand, und durch den e^schon in der ersten Hälfte des >7. Jahrhunderts inHolland und England bekannt wurde. Es gründetsich auf die Ausdehnung der Luft, und ist sehr em-pfindlich, aber unrichtig, weil es zugleich ein Ba<^rymeter ist 2). Dem Engländer Robert Kludd hat.man diese Erfindung wohl nur deßwegen zugeeignet^weil er in seinen schwärmerischen Schriften viel Selt-sames vom Thermometer erzählte.

Der berühmte paduanische Arzt Sanctorills er-klärt stch zwar selbst für den Erfinder eines Werk-zeugs, das zur Erforschung der verschiedenen Tem-peratur des Körpers der Kranken diene; aber Mus»schenbroek erinnert dagegen, daß dieses Instrument