Band 
Siebenter Theil.
Seite
246
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»46 Thurm,

mit.Eisen gefastet, und schräg in die Höhe geführtist , an der andern Seite aber unten, ein Anbau ,welcher auch schräg in die Höhe geht, und sich all-mählig verliert, angelegt ist, welches den Bau krumm-scheinend macht. Aber der Hangende Thurm zu Vi-sa ist rund, von weissem Marmor, mit einer vonaußen umhergehenden Treppe, von acht über einan-der stehenden Sänlengängen, und hat oben ein Ge,ländcr; er ist >8» Schuh hoch, hängt auf einer Sei-le um 16 Schuh über, und ist mit großer Kunst soangelegt, daß er sich durch feine eigne Last erhält §so wie man etliche Brettsteine so über einander le-gen kann, daß sie auf eine Seite hangen, und dochnicht fallen, so lange der Mittelpunct der Schwe-re nicht über den Grundfuß tritt. Der Graf Ma-ximilian von Lamberg bat gezeigt, daß die Schie-fe dieses Thurms nickt durch Senken enstandenseyn kann, weil die Mauern nicht von gleicher Di-cke sind, und hätte sich der Thurm gesenkt: somüßte das Innere desselben auch schief sey», wel-ches doch nicht ist. Ihm ist daher die Meinungdes Castitus wahrscheinlicher, daß diese schiefen Thür-me Kunststücke solcher Baumeister sind, die ihre Kennt-niß von den Centralkräften dadurch an den Tag legenwollten. Lord Baltimore fand in den Vorstädtenvon Visa eine Inschrift, die es wahrscheinlich macht,'daß Johannes Oenipontanus, der einen hohen Rü-cken hatte, um i i 74 der Baumeister des schiefenThurms zu Pisa, und vielleicht gar der Erfinder derschiefen Thürme war. Die Aufschrift ist folgende rsüb.imnesOLnlvontnnu!; oblique, od'igui vwäex. ?>-Hs. t t 74 f>. Herr Fischer in Skrasburg hat, nach