Band 
Siebenter Theil.
Seite
404
JPEG-Download
 

4»4 Vulkane.

fortdauernde Ausbrüche dieser Art auS Bergen ge-schehen.

Der Vesuv, nahe bey Neapel, beweiset diesesdurch seine Gestalt. Er besteht aus einer von denApenninen ganz abgesonderten Masse vulkanischerBerge, die stch mitten aus einer Pläne erhebt und-augenscheinlich das Werk einer einzigen Oeffnungist, die ehedem im Mittel stand. Eine große Ka-tastrophe, vielleicht die im Jahr 79 n. C. G. dieHereulanum und Pompeji verschüttete und dem al-tern Plinius das Leben kostete, hat den alten Gi-pfel eingestürzt und es ist nur ein Theil des Randesvon dem ehemahligen großen Crater stehen gcblicln,nähmlich die Berge Somma und Oltajano, welcheded. jetzigen Vesuv aus der Nordseitc in Form einesHalbkreises umgeben, und von ihm durch das halb-kreisförmige Tbal Atrio del Cavallo abgesondertsind. Der jetzige Kegel in diesem Thal ist erst seitEntstehung der neuen Oeffnung gebildet morden.

Die Städte Hereulanum und Pompeji wurdenschon im Jahr 6z n. C. G. durch ein fürchterlichesErdbeben erschüttert, aber am 24. August, im Jahr7y n. C. G. durch den schrecklichen Ausbruch desVesuvs mit einer unglaublichen Menge schwarzgrauerAsche, die mit Bimstcin- und Kalksteinstücken unter-mengt war, ganz verschüttet. Dio Cassius erzählt,es sey zu der Zeit geschehen, wo man im Schau-spielhaus« war, die Asche habe die Sonne verdun-kelt, und sey bis Rom, ja bis Syrien und Egyp-ten geflogen. Hereulanum ward über dem Theaternach und nach auf 74, und näher nach dem Meerezu auf r, 0 Fuß hoch, durch wiedcrhohlte Ausbrn-