Walzwerk. Wanduhr' 49
'Walzwerk ist eine Maschine, womit Man dieMünzen prägt; es hat seinen Namen von zwo stähler«nen Walzen, auf deren eine der Avers, auf die andereaber der Revers eingegraben ist. Beyde Walzen wer-ben durch Wasser getrieben, und das Metall wird zwt«schen beyden durchgelaffen, und so drücken die Wal-zen dem Metall auf beyden Seiten das Gepräge ein.Man hat diese Walzwerke für eine Erfindung der Ita-liener halten wollen, wofür man aber keinen Beweiskennt. Merkwürdig ist, daß Pighius, der ben Prin-zen Carl von Jüiich und Eleve auf Reisen begleite-te, schon 1575. zu Halle in Tyrol dergleichen vomWaffrk getriebene Walzwerke sah»
BeckmannS Anleit- zUr Technol. » 787 - S- 548 .
Wanduhr. Eine neue Wanduhr, die nur dreyRäder hak, wurde von Frankltn erfunden a). Die halb-metallischen Wanduhren, die Stunden und Minuten zei»gen, auch nach französischer Einrichtung ganze und hal-be Stunden schlagen, und zwar die letzter» mit einemSchlage, sind eine Erfindung des Herrn Steinbachsin Leipzig d). Unter den Automaten, die P. JaquetDroz zu Neuenburg in der Schweiz verfertiget hat,befindet sich auch eine astronomische Wanduhr, dir erfür 452 LouiS d'or an ben König von Spanten ver-kaufte. Die Beschreibung dieser Kunstuhr findet manin der unten angezeigten Schrift c). Vgl. Räderuhr.
Hvlle Magie HI- S- »76. b- Wittenberg. Wo»chenblau vom Iahe I77Z- aoreS Stiick- S. r6z.Gemeinnützige Kalender; Lesereyen Von §» A- Ire^«nius I. B. 1786. S- i. folg.
Busch, Haadh, d. Erf. S. Thl.