Band 
Achter Theil.
Seite
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Wechsel. irr

Geld auf schriftliche Anweisung zahlen lasse, wie die«us Frankreich vertriebenen Juden, und die aus Ita-lien geflüchtet« Gtbellinen thaten.

Herr Professor Büsch sucht den Ursprung derWechsel in Italien, weil da sehr viele große Han-delsstädte ganz nahe bey einander lagen, in n eichenoft Gelegenheiten zum Verkaufe» oder Vertauschengegenseitiger Schulden vorkommen mußttn H.

Um daS Jahr 1246 zeigen sich deutliche Spürenvon gezogenen Wechsel«, da Pabst JnnocenzIV. für den Afterkönig Heinrich Raspe aus Thüringen,25000 Mark Silber zu Venedig in die Tank legte,damit sie ihm durch die Kaufmannschaft zu Frankfurtam Mayn ausgezahlt würden g). Die nächste Spurvon Wechseln findet sich in England; Andersen führtnemlich auö kxmeri d'oeUeribus einen Befehl Kö-nig Eduards I. vom Jahr izo/an, worinn er ver-ordnet , dem Pabst seine Einkünfte aus England nichtanders als durch Wechsel zu überwachen d). Der Her-zog Johann von Trabant gab der Hansa im Jahriz>L den freyen Wechselhandel in seinen Staaten,mit der Erlaubniß, denselben sowohl verbrieft, als»»verbrieft, führen zu dürfen. Dieß scheint die er-ste Urkunde zu seyn, wo des traffirten Wechsels inDeutschland förmlich erwähnt wird i). Der ältesteWechselbrief, den man bis jetzt kennt, ist vom Jahriz28, den ein Lorromco Lorromeis an einenAlexander Torromco ausstellte Die Vortheile,welche die Wechselbriefe der Handlung verschafften,machten solche bald allgemein, und man bemühet«sich ihnen eine bestimmte Form zu geben.