ir§ Weiler. Wein.
I. A. Fabricii allgemeine Historie der Ge»lehrs. 175^-2 B. S.
Weiler s. Kugel, Kanone.
Wein. Ueber die Entstehung dieses Getränks äu-ßert Goguet e») folgendes: Der Meinstock wuchs inniedreren Ländern wild, man versuchte die Beere deffel,den, fand sie wohlschmeckend, und pflanzte daher denStock näher an den Ort, wo man wohnte; man ge-wöhnte sich immer mehr an die liebliche Frucht und bc-dauertees, daß sie nach ihrer Reife sich nur so kurzeZeit hielt. Erner versuchte es die Deere auszudrücken,den Saft zu sammeln, und in Schläuche oder Gefäßeju thun ; der Saft hielt sich, gährte und nahm an in-nere Stärke zu. Andere, die davon tranken, rühm-ten den Erfinder dieser Vortheile, und lernten di-seKunst von ihm. So läßt sich die Erfindung der Be-reitung des WeinS denken. Die Griechen behaupten,daß der Indianische Bacchus die Kunst erfunden ha«be, den Wein aus den Trauben zu pressen b); ermachte, um diese Kunst auszubreiten, einen Zug bisnach Indien, woher er eine Schaale mitbrachte, die«r dem Delphischen Apoll zum Geschenk gab c^,;auch pflanzte er den Weinsiock bey Theben. In Egyp-ten ist die Kunst, Most zu bereiten, sehr alt; mannahm die Trauben, drückte ihren Saft in einen Be-cher, und trank denselben ci) Die Bereitung diesesGetränks wird für eine Erfindunq des Osins gehal-ten ei. Eigentlichen Wein, wie wir ihn haben, tran-ken aber die Egvptier lane,e Zeit nicht, sie hielten ihnvielmehr für dir Erfindung rineS bösen Wesens. Na-mens