Weinprobe. ' Z 5
ge erhalten, kranke verbessert, verfälschte entdeckt undvereiniget, auch unreine Wasser rein, gesund undgenießbar gemacht werden können.
Weinprobe ist ein Mittel, wodurch man er-fahren kann, ob ein Wein verfälscht ist, oder nicht.Diese Verfälschung soll bey dem Champagner durchHühnermist, bey andern Weinen ober durch Zucker,Honig , Syrup u. a. Dinge geschehen. Herr Heranzu Paris hat ein Mittel erfunden, das die Verfäl-schung der Weine anzeigt, und zugleich dazu dient,dem Weine das Saure zu benehmen s). Herr JickneShat fügendes Mittel zur Erforschung der Verfälschungder Weine empfohlen, und als untrüglich bekannt ge-macht ; mit dem Weine, den man prvbiren will , fülltman eine Bouteille mit einem langen Halse, und stecktden Hals in einen Becher voll reines Wassers; ist derWein ächt, so bleibt alles in der Bouteille, und nichtein Tropfen läuft heraus, ist er aber mit einem Zusatzverfälscht, so zieht sich dieser in das Wasser hinein i,).
Ob der Wein mit Bleymitteln verfälscht sey, kannman am besten durch Zellers Probirmittel entdecken,welches Gaubius in die Abhandlungen der Societätzu Harlem einrücken ließ c). Der WürtembergischeI,i<;uor probatorius ist deßwegen unsicher, weil erauch das Eisen mit der nemlichen Farbe, wie dasBley, niederschlägt. Im Jahr 1787 6) machte Herrv Hahnemann die von ihm erfundene Weinprobebekannt, die aus Austerschaalen, Schwefel, Wein.steinrahm und Salzgeist bereitet wird. Doch hatGren auch ihre Trüglichkeit gezeigt e).