Melkmaschinen. 14Z
gegenseitigen Lagen seiner Körper durch Scheiben dar,die sich um einen Mittelpunkt drehen ließen, und Pla»netolabien genannt wurden. Peter Apian hat imJahr ein prächtiges Werk dieser Art auf 5-
Platten, aber nach piolemäischen Hypothesen heraus-gegeben; und Lothar Zumbach genannt. KoeSfeldlieferte im Jahr rüyi solche Scheiben im Kupferstichauf Pappe zuziehen , für die copernikanische Weltord-nung. Christian Peschek in Zittau beschrieb 1757 inden Leipziger gel. Zeitungen ein von ihm erfundenesPlanetensystem, das Copernicanische System ist aufeiner aber das Tychonische System auf zwey Scheibenvorgestellt. Die Weltmaschinen sind aber kostbarer.Man vermuthet, daß schon Archimeds bekannte Späh»re, deren Cicero gedenkt a), etwas ähnliches gewesensey. Auch Archytas soll eine Melkmaschine verfertigethaben b). HuygenS erfand und beschrieb eine solchePlanekenmaschine c). Das Orrery der Engländerbeschreibt Ferguson cl). Lord Orrery besaß ein sol-ches Kunstwerk, daher ihm Richard Steele den Na-mcn Orrery beylegte; doch bemerkt Hr. Hofr. Käst»ner, daß dos Wort Orrery auch eine Abkürzung desWorts orbiter/ seyn könne, wcl ches bey einem engli-schen Schriftsteller in dieser Bedeutung vorkomme.Der verstorbene Pastor Hahn erfand eine sehr sinnrei-che Maschine dieser Art e). Die Nürnbergischen Ma-schinen , an denen man die Planeten mit der Handherumführt, sind wohlfeiler. Der Apparat zur Welt-maschine, den Rollet bey seinen Vorlesungen gebrauch-te , und den Bristen t) beschrieb, zeigt zwar nicht al-