Band 
Achter Theil.
Seite
161
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Wiiliruffe. Wilhelmsgroschen. i6r

Wildrufse ist eine Art der Drchkunff, die imJahr i6vZ von dem Horndrechsler Georg Grün inNürnberg erfunden wurde a). Im Jahr 1617 wurdediese Drehkunst ii Nürnberg ein freyes Handwerk b),jetzt aber ist es gäperrt. Die Wtldruffbreher verfertigennemlich gewisse Hörner und Pfeifen, wodurch sie theilseinen sehr langm und durchdringenden Schall zuWege bringen, theils den Ruf des Wildes, theilsauch das Pfeifen und Geschnader des Geflügelsnachzuahmen wissen. Man kann diese Stücke ein-zeln , aber auch in dem so genannten Kukuk verei-nigt haben; in dem letztern findet man erstlich denRuf des Kukuks, bann, nach einer kleinen Berdre.hung , den Ruf des Hirsches, des wilden Schweins,des Rehes, des Fuchses und der Hasen, dann dasGeschnader der wilden Gänse und Eudkeu, auch denRuf der wilden Lquben.

s) Doppelmayr. S- 297. Merkwürdigkeiten derStadtNürnberg vomHrN- v- Murr. S. 735- Kleine ChronikNürnbergs. Altdorf. 1790. S-76. t>, Curieuse Nach-richten von Erfindern und Erfindungen. Hamburg -707.S. -62.

Wilhelmsgroschen sind eine sächsische Mün.ze', wovon es zwei) Gattungen gab. Die erste Gat-tung dieser Groschen liest Wilhelm I. oder Einäugi-ge, i. I. 1Z90 zu Freyberg schlagen; go derselbenwogen eine Mark und 20 kosteten einen rheinischenGulden. Die andere Gattung ließ Friedrich I. Kur-fürst von Sachsen, und sein Bruder Wilhelm I. oderder Reiche, i. I. 1400 prägen; diese letztere Artführt auch den Namen der Fürstengroschen.

Busch. Htindh. Erf. L. 2hi. L