Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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Fach-Gerte. Fach-Staken. 7

der ganzen Länge der Stange gespannt ist. Diese Saite(Senne ober Schnur) wirb durch das Schlagholz (Fr.

Ja cloche) in eine Schnellung oder Bebung gesetzt, wel«che verursachet, daß die von der Saite berührte Wolleoder Haare abprellen und in Flocken verstäuben, die aufeine Horde fallen. Der Fachbogen ist in der Mitte sei«ner Stange an einem Strick oben an der Decke befe«stigt, und schwebet etwa 4 Zoll hoch über einemWerk«Tisch. Derjenige Theil des Fachbogens, welcher dieSaite desselben tonen macht, damit der Arbeiter wissenkönne, ob die Saite zum Schlagen und Fachen derWolle genugsam gespannt sey, heißt im Fr. cimnrerelle.Eine Abbildung des Fachbogens findet man im VIB.des übers. Schaupl. der Rünste und Handwerke, aufder zur Beschreibung der Hutmacherkunst gehörigenTaf. II, Fig. r;.

Der Fachbogen ist keine europäische Erfindung; denn i»sshina und in der Levante hat man ihn von undenklichen Zeitenbey der Bearbeitung der Baumwolle (s. Th. IV, S. ioi, pgebraucht, aber die Europäer haben ihn verbessert.

Fach-Gerre, gespaltene Stäbe, welche in den Fache»oder Fächern der Lehmwände um das Fach - oder Stak«Holz (um die Fachstaken) geflochten, und mit Lehm,welcher mit Stroh eingeknetet ist, überzögen werden.

Die Fachgerten werden gemeiniglich aus häftlnen Stäben,die 1 Zoll auch wohl etwas darüber stark sind, gemacht. Je-der Stab wird gespalten, und gibt also 2 Fachgcrten ab, wel-che 7 bis 8 , auch wohl y Fuß lang sind. In ein Fach, wel-ches z Fuß hoch und 3 bis 4 Fuß breit ist, rechnet man 12 bi-15 Fachgertcn. Ein Schock derselben kostet 3 bis 4Groschea.

Fach-Holz, hölzerne Stangen, mit welchen die Facheeiner Lehmwand ausgefüllet werden, um dem Lehm diegehörige Haltung zu verschaffen. Sie werden auchFachstangen und in Niedersachseu Fachstaken ge-nannt.

Fach-Reuse, siehe unter Fischreuse.

Fach-Sraken, Fach-Stangen; siehe Fachholz.

A 4 Zach-