Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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34 Fadelein. Fahrn.

Pflanzung bestimmter und in die Erde gepflanzter Zweigeines Gewächses. Besonders werden in dem Wein«

, Baue die zur Fortpflanzung in die Erde gelegten Rebenoder Knothölzer des Weinstockes, wenn sie zwey Jahralt sind, Fächstr genannt, weil sie alsdann zu beklei-ben und Wurzeln zu fassen anfangen. Im ersten Jahreheißen sie nur noch Gräslinge. Siehe wemstock.

Die Fächser sind die Viviradices bey dem Cicero, dagegenseine Ssrmenrs unsere Reben und Rnothölzer, seine Fropagi-nes aber unsere Senker sind.

In der deutschen Bibel, z.B.Es. V, 7. xvt, 8. xvil, io.Nahum l>> 3. lautet dieses Wort ost Läser oder Feser, wo aberin einigen Stellen, dem Grundtexte zufolge, Gesenke oderSenker verstanden werden müssen.

Fadelem; siehe oben, S. 25.

Fädeln, von dem Worte Faden, wovon aber nur diezusammen gesetzten ausfädeln und einfädeln üblichsind. Im gem. Leben sagt man doch an einigen Ortendie Nadel fädeln, für einfädeln, das Zeug. fädelt sich,fädelt sich aus, laßt die Faden fahren.

Fädemsi, Faden habend, doch nur in denZufammenseß.ungen grobfädenig, klar fädenig u. s. f. im g.L. auchwohl — fädenicbr,— fädemig, fädemicht; wofüraber im Hochdeutschen — fädig üblicher ist. Fürzweyfädig, dreyfädig sagt man im g. L. oft zweydrah-rig, dreydrähtig. Im Oberdeutschen hat man auchdas Beywort fäden, für zwirnen, fädene Strümpfe.

Fähe, bey den Jägern, das Weibchen der Hunde undaller vierfüßigen Raubthiere.

Fähm, Zähmen; siehe Fehm und Fehmen.

Fähre,

hervor bringen; <5<mf, Safran fächstn, d. t. bauen, die.Zanffächsuiia, der Hanfbau. Dieses Zeitwort aber scheintzusahen, ehedem fachen, z«gehören, welches auch als einNeutrum für geben, beklciben ti. f. f. üblich war- Noch jetztsagt man, daß die Gewachst Wurzeln fassen. Im B oh nistscheu beißt Fazar. der Setzling eines jeden Gewächses.