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werden können, um die Fähre in eine solche Lage gegendie Direcrion des Flusses zu setzen, daß der Strohmselbst sie herüber treibe. Ob der Fährmann gleich nichtweiß, daß der Winkel x — 3 5 Grad ihn am geschwin«best'» hinüber führen wird, so kann er doch gar bald sol«ches aus Versuchen lernen. Auf solche Art wird durch dieFöhre niemahls der Schiffahrt ein aufhaltendes Hinder-niß in den Weg geleget. Je langer die Ankerkette ist,desto besser ist es. Sollte sie aber gar zu lang, kostbarund schwer werden, so können lange Stangen, imDurchmesser von 4 bis 6 Zoll, mit eisernen Gelenkenan einander befestiget werden, welche oben schwimmen,und öfters besichtiget werden können, ob etwas daranschadhaft zu werden drohe; welches bey einer auf denGrund sich senkenden Ankerkette nicht wohl angeht.
Das bequemste und sicherste Mittel, zu allen Zei«ten mit allen Gattungen von Lastwagen bey der häufig«.sten Passage ohne Mühe übex die größten Flüsse zu ftz«zen, sind die Fährbrücken, oder sogenannten fliegen-den Drücken, die man am Rheine auch Gierbrücken,wegen ihrer schrägen Richtung, zu nennen pflegt. Eswerden nähmlich zwey Schiffe,-welche wenigstens 6Fußüber dem Wasser Bord halten, durch ein Gebälke miteinander unzertrennlich verbunden. Sie haben Steuer«Ruder und Nothanker, nur keine Masten. Auf ge-dachtes Gebälke wird ein Lastboden geleget, der wohlvier Wagen mit dazu gehörigen Pferden beherberget,und rings herum mit einem starken Geländer verwahrtist. Am Ende des Lastbodens, gegen die Vordertheileder Schiffe, zu, sind zwo mit Flaggen gezierte Säulenausgerichtet, die oben mit einem Ouepriegel verbundensind. Ueber diesem Riegel gehet ein bewegliches Seil,welches also bald zu der einen, bald zu der andern Sau«le, nachdem die Lage der Brücke solches erfordert, hin-geschoben werden kann. Dieses Seil hangt über Zündmehrem Kähnen in den Strohm hinab, und wird zuletzt
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