Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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120
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120 Fahren.

Fuhre, Fahrt, im Nicders. Fore, Fahre, von fah-ren, ziehen.

2. I» einigen Gegenden, besonders Oberdeutsch.lanbeS, bedeutet eS auch eine Fahre; f. oben S. z; fgg.

Zähren. I. Als einNeurrum mit dem Hülfsworte seyn,sich bewegen, den Orc verändern.

r. In der eigentlichen und weiter» Bedeutung.

a) Sich bewegen, oder beweget werden, doch nurnoch in einigen Fällen. Mir der Hand auf dem Ti-sche hin und her fahren. In den Rechten ist noch diefahrende Habe für bewegliche Güter üblich, im Ge«gensahe des Erbes und Eigen, oder der unbeweglichen;in welcher Bedeutung dieses Wort schon alt ist. SieheFahrn iß.

b) Mit dem Nebenbegriffe der Geschwindigkeit, eineschnelle und mehrencheile unerwartete Bewegung anzu«deuten, sowohl von lebendigen als leblosen Dingen. Ichmöchte aus der Haur fahren, ein im gemeinen Lebe»üblicher Ausdruck der Ungeduld, Vor Schrecken zu-rück fahren. Es ist mir durch alle Glieder gefah-reu, sagt man von einem großen Schrecken.

Äey den Jägern fährr der Hase, wenn er sichauf den Hinterläuften schnell fortbewegt. Man brauchtober dieses Wort auch sonst von dem Hasen. So sagtman: Der Hase fährr bey Suchung seiner Nahrung,wie etwa von dem Hirsch gesagt wird: er zieht ins Gras.

c) In engerer Bedeutung, sich wohin begeben, denOrt verändern, reisen, von Menschen, ohne allen Un»«erschied der Art und Weise. In dieser nur noch in ei-nigen Fällen üblichen Bedeutung, stehet es *) für gehen.In der Schweiß fahren die Sennen oder Hirten nochzu Alp, wenn sie mit ihren Heertzen auf die Alpen zie«hen; und die Bergleute brauchen fahren in dieser Be»deutung beständig, sie mögen nun auf einer Horizonts»len Fläche gehen, oder in die Gruben und au« denselbensteigen, fi) Für reiten, v) Für reise». So pFegen die

Hand»