Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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Fahrt-Gelb. Falb.

5^ Die Zeit, da man fähret, d. i. einen Dienstoder eine Wohnung verändert, welcher Gebrauch dochgrößkencheils niedersächsich ist.

Im Eiderstättilchen versteht man unter einer Fahrt, eineZeit von sieben Jahren, so lange nähmlich ein Miethmann ei-nen Hos ordentlich behält. Vierzehey Jahre «erden alsdanneine doppelte Fahrt genannt.

Fahrc-Geld, stehe Fahr-Zoll.

Fajance, Falence, siehe Fa^ance.

Failms, Feline, eine Art wollener Sarsche, welche inFrankreich an verschiedenen Orten in der GeneralitätBourgogne fabricirt wird.

Die Failins müssen, wenn sie aus der Walkmühle kom-men , \ Elle breit seyn. Ihre Kämme haben z £ Viertel inder Breite. Ihr Auszug besteht aus 880 Faden, oder aus 22Lesen, und jede Lese aus 40 Faden, worunter die Sahlleistenmit begriffen sind.

Taille , siehe Greinwand.

Failli , Faillite; siehe Bankerot.

Farm, Farmen; siehe Fehm. Fehmen.

Fame, Buchecker, die Frucht der Buche; s. unter Buche.

Faisan, siehe Fasan.

Falsch, Faischhund, Falschschnur; siehe Schweiß.Schweißhund. Schweißschnur.

Faifii, siehe Ävatje.

Faifes, siehe Rimm-weiden.

Faitage, Faire; siehe Giebel. Gipfel.

Falabriquier , Celtis Linn. siehe Lotuobaum.

Falb (*). I. Blaß, bleich, im gem. Leben fahl.

2. Von Farben, welche ihre gehörige Lebhaftigkeitverloren haben, verschossen. Ein halbes Rorh, einfalbes Grün. Im gem. Leben gleichfalls fahl.

Besonders 3. bleichgelb, blaßgelb. Ein falbesPferd; siehe Falbe.

Ehedem

0 Falb, Ital. falbo, Fr. fauve, in einigen Gegenden Oberdeutsch-landes falch, kommt mit ffavus, int mittlern Lat. falvus, fa-

' veüus genau überein. Siehe Fahl, Faul, Gelb, welk.