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Falk.
An den Wurfriemen hält man ihn bey der Hand;wenn aber der Falk steigen soll, wird der Wurftiemenvom Geschähe äbgezogen, um ihn ledig zu laßen.
Weil es aber dennoch, bey dem unaufhörlichen Be-streben ceS Falken zum Auffliegen, sehr beschwerlichseyn würde, ihn beständig auf der Faust zu tragen, sostreift man ihm eine Kappe oder Haube von Leder, wel«che die H'alkenkappe oder Falkenhanbe, Fr. Chape-rort, genannt wird, über den Kopf, welche ihm dieAugen bedecket. Selbige muß von einem Sattler oderRiemer sehr accurat gemacht werden. Es muß nahm»lich von Holze ein Stock, wie ein Falken-oder Habichts-Kopf geschnitten werben, und wo die Augen sind, da-selbst muß der Stock etwas erhabene Hügel haben, da-mit die Kappe inwendig Höhlen bekomme, und demVogel nicht auf den Augen allzu dicht anliege, und ihmdadurch dieselben verletze. Hierzu werden nun dreyTheile von Leder geschnitten. Der obere Theil ist fastgerade, nur daß er in der Mitte etwas breiter fällt. Diebeyden Seikentheile werden unken gerade, und obenhinauf rund, wie ein halber Mond, geschnitten. Aufden Seikentheilen wird auch wohl zum Zierrakh Sam-met oder feine Tuchläppchen geleget. Aledenn werdendie drey Theile über den Stock zusammen mit einer sub-tilen Scoßnaht genähet. Der Obertheil wird sodennvorn ausgeschnitten, daß der Schnabel des Falken durch-gehe. Hinten im Oberlheile wird ein Schlitz geschnit-ten, darinn zwey Riemen gegen einander durchgezogen,und an den Enden Knöpfchen daran gemacht werden,damit man die Kappe auf erfordernden Fall auf-undzuziehen könne. Unten herum wird die Kappe einge-faßt. Dergleichen Kappe nun wird über den Kopf desFalken gesetzt, der Schnabel durchgestochen, und hin-ten zugezogen.
Wenn der Vogel verkappet und gefesselt ist, setztman ihn etst einen Tag auf die Erbe in einer Kammer,
oder