158 Fallen.
Hin. dü Haine! SchlZsserkunst, im IXB-desübtts.Schaupt.
der Lünste und Hand«. S- 264, sgg.
Sprengel, a. angef. O. S- 44.
Lalle, eine Münze; siehe Forle.
Fallen. Dieses Wort drückt überhaupt diejenige Bewe«gung aus, nach welcher ein Körper durch feine Schwerenach dem Mittelpuncte der Erde zu getrieben wird. Fi«gürlich haben die damit verbundenen Begriffe der ver-minderten Höhe, der Geschwindigkeit, des Unerwar-teten, eine Menge bildlicher Bedeutungen veranlaßt,von welchen hier nur diejenigen, welche nichtJedermannbekannt seyn dürften, anführe.
Man braucht dieses Wort von Flüssen, wenn sie inandere tiefer liegende Gewässer ausfließen. Der Mainfällt in den Rhein, der Rhein in die Nordsee. Inder Mathematik siehet man bey dem Fallen des )lVastfers mehr auf das Maß, um wie viel es sich von derangenommenen Horizontal - Linie entfernet; doch sagtman alSdenn lieber, das Wasser har drey Fuß Falloder Gefalle, als: es fallt um drey Fuß. Siehe Fallund Gestille.
Im Bergbaus und gemeinen Leben braucht mandieses Wort von der Richtung einer jeden Fläche untereinen angenommenen Horizont. Der Gang fallt seiger,erstreckt sich senkrecht in die Tiefe. Fallende Gängeoder Linien, weiche unter den angenommenen Horizontniedersinken.
Vermindert werden, am Preise, an Güte, an inne-rer Stärke abnehmen. Die preise steigen und fallen.Das Rorn ist gar sehr gefallen, d. i. im Preise.
Besonders mit dem Nebenbegriffe der Verschlimme-rung, aus einem vollkommener» Zustande in einen un-vollkommenern gerathen; an Macht,'Ansehen, bürger-lichem Wohlstände abnehmen. Von einem Minister,der sein Ansehen bey Hofe, von einem Günstlinge,der die Gnade seines Herrn verloren hat, sagt man, daß
sie
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