178 Farbe.
eine weiße, die Tinte eine schwarze, der Himmel ei-ne blaue Farbe. Die Farbe fahren laßen, wenn sichein Körper oder dessen Oberfläche so verändert, daß ernicht mehr eben dieselben Lichtstrahlen zurück wirft, alsvorher, welches man auch verschießen nennet. DieFarbe halten, behalten. Die Farbe gehet aus. 2) Inengerer Bedeutung gehöret schwarz nicht mit unter dieFarben, weil eS eigentlich ein Mangel aller Farbe ist.In noch engerm Verstände bezeichnet dieser Ausdruckdie natürliche gesunde Gesichtsfarbe. Der Rranke hatalle Farbe verloren. Er bekommt wieder Farbe.Bey den Weißgärbern bezeichnet dieses Work die gelbeFarbe, welche das gewalkte Leder, wenn es auf einenHaufen gesetzt wird, durch seine innere Hitze bekommt.Daher ist bey ihnen die Redensart in der Farbe liegengewöhnlich.
2. Diejenigen Körper, welche der Oberfläche ande-rer Körper diese Eigenschaft mittheilen, i) Eigentlich.Trockene, nasse, mineralische Farbe,». Erd-Färber-Mahler- Gehl- Saft-Wasserfarbe. Farben reiben,auftragen, brechen, mit andern vermischen. DerZeug nimmt die Farbe nicht an. Gebrochene Far-ben. Halbe Farben. Einen Zeug durch die Farbe ge-ben laßen, bey den Färbern, ihn in die zubereiteteFarbe tauchen. 2) In engerer Bedeutung bezeichnetdieses Wort oft einzele Arten färbender Körper. Soverstehen die Buch - und Kupferdrucker unter Farbedie schwarze Farbe, mit welcher die Bücher und Kupfergedruckt werden. Von jener, s.Th.lX, S. 648, undvon dieser den Art. Rupferdrucker.
g. Gefärbte Körper, sie mögen nun durch dieKunst oder von Natur gefärbt seyn. i) Bey den Jä-gern, Köchen und Salzsiedern verstehet man unter die-sem Ausdrucke das Blut. Die Röche thun Farbe anverschiedene Speisen. In den Salzwerken gießet manFarbe, d. i. Rindsbluk, an das kochende Salzwassr,
damit