2Z0 Fasan.
zum Brüten. Hierzu nimmt man Truthühner, alswelches die besten sind Einer jeden Henne leget manin dem Bruthause, in ihrem besondern Fache, 20 Eyerunter. Emer jeden Bruthenne wird oben auf demSchwänze eben dergleichen Nummer angebunden, wiesie oben über dem Fache steht, damit man wisse, woeine jede Henne hin gehört. Und so seht man allemahletliche Bruihuhner zugleich, bis die Fasanen ausgelegethaben. Sind nun auch im Garten schon Fasanen vor»Handen, wie hernach zeigen werde, so, daß auch vondiesen zahmen viele in den Garten und ins Freye ge»laßen werden sollen: so siehet man auch darin fleißigherum, sammelt die Eyer, und läßt sie die Truthühnermit ausbrüten Man muß aber auch noriren, welchenTag die Brulhühuer gesetzt woroen; denn in 24 bis2; Tagen pflegen sie auszukriechen. Auch müssen dieBruthühner alle Tage vo» den Eyern ein - bis zweymahlabgeworfen, und ihnen Futter vollauf und beständigfrisch Wasser gegeben werden.
Wenn nun die Jungen aus den Eyern kriechen, somuß man fleißig auf die Bruthennen Acht haben, daßsie dieselben nicht erkreten. Man gibt ihnen auch voll»auf gut Futter, damit sie noch fest sitzen bleiben; undso läßt man die jungen Fasanen noch anderthalb biszwey Tage unter den Bruthennen, damit sie recht tref-fen unter ihnen werden. Alsdenn hebt man sie her»aus, seht sie in ein Sieb, und räuchert sie, wenn sieerst z oder 4 Tage alt sind Man nimmt hierzu Elfen»Kraut, Fenchel, die Schalen von den ausgebrütetenFasgneneyern, Erbsenstroh und Wachekugeln. DenRauch läßt man gemächlich durch das Sieb gehen, undalsdenn werden sie in das Fasanenhaus gesetzt. Ist esnun «was kalt, so muß eiugeheiht werden; auch sehtman sie in Kasten, den Tag über, an die Sonne; desAbends aber werden sie allemahl eivgechaii. Man füt»tert sie sodann mit hart gesottenen Eyern, wovon jedoch
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