Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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Fausse- Madame, Fallst-Recht. ZOl

Schaum abschöpfen. Die Brühe säumen. Siehe Ab-schäumen und Schäumen.

Jsauß'c - Madame , siehe unter ZT?<U‘Ciffe.

Faujset, siehe Zapfen.

Faust, L. Pug»n8, Fr Poing. I. Eigentlich, die zu-sammen geballte oder verschlossene Hand. Eine geballteFaust, R-eders. Knutfuust. 2. Die Hand, in der nach.drücklichen, noch mehr aber in der niedrigen Sprechark.Die Arbeit gehet ihm gut von der Faust. Mit demDegen in der Faust, mugewaffneter Hand, offenbarerGewalt. Ein Pferd aus dem Schritte gleich von derFaust in den Galopp ansprengen laßen, ohne es vor«her andere Bewegungen machen zu laßen. Aus freyerFaust, aus freyer Hand. Das reimet sich, wie erneFaust aufs Auge, reimet sich schlecht, gar nicht. Indie Faust, oder in das Fäustchen lachen, sich heimlichund boshaft über etwas freuen, Fr. rire laus cspe.

Faust- Birnen, eine Art Birnen, welche die Größe ei«ner Faust erreichen, und auch Pfundbirnen genanntwerden; siehe Th. V, S. 463. Nach einer niedrigenFigur werden durch Faustbirnen Schläge verstanden,Fr. Coups de poing.

Faust-Büchse, eine oberdeutsche Benennung eines Pi«stols, so aber im Hochdeutschen ungewöhnlich ist.

Faust-Degen, siehe Dolch.

Faust-Eisen, bey den Rlempnern, ein rundes, obenkolbigeS Eisen, fast wie eine Faust, Sachen darauf zuBuckeln zu schlagen. Auch die Heumacher haben einFaustetsen, welches einer Faust ähnlich tji,

Faust-Gewehr, siehe Dolch.

Faust-Jammer, siehe unter -Hammer.

Faust-Hobel, siehe unter Hobel der Büchfenfchäfterund Tisther.

Faust-Recht, Fr. Droit de diffidation, Droir du plusfort, Voiedefait, das ehemahlige Von echt des deut»scheu AoelS, feine Ansprüche mit gewaffneler Hand selbst

gültig