Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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Feder. Z7Z.

net man die leichtesten und weichsten Federn unten amBauche des zahmen sowohl als wilden Geflügels, welchekeine Kiele haben. Rauf- oder Schwing - Ledern,werden die übrigen Federn genannt, welche mit Kie-len versehen sind. Lerr-Ledern, im Oberd.Schmalz-Ledern, heißen die Federn oben auf dem Hintern; be«sonders bey den Gänsen, denen man sie auszurupfenpfleget, wenn man sie fett machen oder mästen will.Diejenigen Federn, womit man die Betten zu füllenpfleget, heißen Bett-Ledern. Man sammlet sie vonallerley Geflügeln, als Repphühnern, Haushühnern,Aenren u. d.gl. welche jedoch die geringsten sind. Amgewöhnlichsten nimmt man sie von Gänsen, und amseltensten von Schwanen, als deren vorn an der Brustund unter dem Bauche sitzende zarte Flaumfedern sehrrar sind, und nur für große Herren und reiche Leutekommen. Die Eiderdunen (s.Th. X, S. ZZi, fgg.)werden gleichfalls nur von großen und vornehmen Her-ren, insonderheit zu den Reise- und Feldbetten sehr ge-suchet; imgleichen die zarten Lalkenfedern ( s. oben,S 148). Wie oft des Jahre, und auf was vor Artda« Raufen oder Rupfen der Gänse und Schwanen ge-schehen müsse, soll am gehörigen Orte gemeldet werden.Von den Gänsefeder» worden sowohl die Flaum - alsSchwingfedern gebrauchet. Bey letzter» wnd, eheMan damit die Betten füllet, entweder der weichere Theilvon dem Kiele abgezogen, welches Feldern reiffcn odersiHleissen genannt wird, und sie heißen alsdenn gerisseneoder geschliffene Ledern; oder, es wird derselbe amKiele gelaßen, und mit diesem einige mahl entzwey ge«hacket, und werden sodann gehackte Ledern genannt.

Das Federn reisten oder Ableisten, ist eineArbeit,welche man gemeiniglich den Winter über zur Abend-Zeit, wenn die Mägde ihre andere Arbeiten schon vor-richtet haben, vornehmen läßt; da denn die Federn,wenn dieselben beym Rupfen der Gänse nicht bereits,Aa z nach