Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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375
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Feder. 375

liegen kommenden Unterberten an. Weil aber die neuenFedern sehr Übel riechen, und nicht allzu gesund zu ge-brauchen, indem sie noch nicht recht erkrocknet sind: sowerden sie in einen Sack oder in ein altes Jndelt(Jnled)gethan, und zwey bis drey Jahre lang unter andereBetten zu unterst geleget, und täglich fleißig aufgeschüt-telt. Der Flaum wird gleichfalls in einen Sack gefaf«ftr, an die Sonne geleget, mit einem leichten Steckendes Tages zu vier bis sechs unterschiedenen mahlen ge-schlagen und fleißig umgewendet, wovon er schön auf-zulaufen pflegt.

Wie den Fektfedern der üble Geruch zu be-nehmen; wie die F^ern, ehe man sie in die Bet-ten stopfet, zu trocknen und zu reinigen, und wasmir dem Indelr, ehe man'die Federn hinein stopfet,vorzunehmen ,sey, ist bereits im IV Th. S. 319,fgg. gezeigt worden. -

wenn die Federn vorn Schweiße zusammengelängen si.nd, oder jemand darauf verstorben ist,ist eS am rachsamflen, das Bette von neuem zu federn.In Dieser Absicht laßt man die Federn etliche Wo-chen in freyer Luft unter dem Dache des Hauses hän-gen, leeret alsdenn jedes Küssen besonders in einerKainmer aus, läßt das Jndelt mir Lauge wohl auöwa-scheu; die Federn überschlägt man erstlich durch ein Siebmit weiten Löchern (Räder, oder Reiter) vermittelst einesFlederwisches, daß die subtilsten und leichtesten Federndavon stäuben, und auf einen gewissen Haufen fallen.Was aber durch die Löcher des Siebes sich auf den Bo-den gesenkt hat, wird durch ein ander Sieb mit engen .Löchern gerädert, und von dem beygemischten Staubeund Unrathe geremiget. Was fodenn von Federn sichzusammen gebacken hat, pfleget man auseinander zurupfen, und gleich dem vorigen durchzuschlagen, da mansie denn wieder einfasset, und den Abgang mit andernFedern ersetzet.

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