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mau erkennet es an den platten und weit von einanderstehenden Augen, dagegen die guten Zweige dicke undnahe beysammen stehende Augen haben. Welcher Fei«genbaum also kein starkes Holz, d. i. große Zweige hat,der gibt auch keine Früchte. Aus den Spitzen der vor«jährigen Zweige, die nicht geschnitten sind, kommendie stärksten Triebe hervor; denn das oberste Auge, wel«ches nichts anders als der Anfang von einem neuenZweige ist, übertrifft im Wachsthum alle die übrigen.Hieraus erhellet, wie es zugehe, baß die Feigenbäumegar leicht allzu hoch wachsen, und lange, unten herumganz kahle. Zweige bekommen. Ein zweyjährigekBaum kann aus diesen obersten Augen so starke Triebezeugen, welche noch in demselben, oder doch gewiß indem folgenden Jahr tragen. Man findet fast allezeitan diesen Bäumen eine Menge Herbstfeigen, welche, ober unnütz sind, weil selten die Witterung im Herbsteso beschaffen ist, daß sie reif werden könnten; sie fallenentweder noch vor Winters ab, oder, wenn sie sich auchden Winter über am Baume erhalten und grün blei«ben, so fallen sie doch unfehlbar im Frühjahr, wen«der Saft sich erneuert, ab. Man muß sich also bemü-hen, Sommerseigen zu erhalten, welche gleich im Früh«Jahr sich sehen laßen, und durch die erfolgende Som-merwärme allezeit zur vollkommenen Reife gedeihen.Wie das Reifwerden der Feigen zu befördern sey, wer-de weiter unten zeigen.
Wenn die Herbstfeigen völlig reis werden könnten, so wür-den sie vor den Sommerfeigcn einen Vor,ug verdienen Denn. man findet, daß die, welche im Anfange des Septembers ;ur. Reife gelangen, eheste von Nachtfrösten einen Stoß erlitten,
* von weit besserm Geschmack sind, als die Sommerfeigen,
- ob sie wohl ein wenig klemer bleiben, als diese. Die Ursache
ist ohne Zweifel darin zu suchen, weil sie in der besten Jahrs»
» Kit gewachsen sind, und durch einen von der Sommerwärme
* vollkommen gemachten Nahrungssast, gleich vom Anfange angenähret worden; da hingegen die Sommerfeigen im Frühjahr
alle