Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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447
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Feige. 447

wenn die schädlichen Fröste vorüber sind', seht man siein den freyen Garten an beliebige Stellen, und begießtsie nochmahls recht stark, wiederhohlc auch solches von8 zu 8 Tagen, bis zu Ende des May, hernach wö-chentlich zweymahl, und vom halben Junius an fasttäglich.

Dir Art, wie de la Qmntinie die Feigenbäume in Gefästsin ziehet, ist folgende. Er bemühet sich zuvörderst um jungeStämme, welche auch leicht zu haben sind. Denn es treibeni) die Feigenbäume unten um den Stamm herum viele schon-ewurzelte Schosse, die man abnehmen kann; 2) laßen sich dieUntern Ztveige der alten Stämme ablegen, daß sie auch Wur»zeln schlagen; 3) steckt man auch bloß abgeschnittene Zweige aneinen etwas schattigen Ort, und schneidet sie am untersten Endeein wenig ein, wiewohl man sie auch ganz laßen kann, da siedenn auf beyde Art einwurzeln; es muß aber etwas altes Holzdaran gelaßen werden, weil diesjährige Schosse eher faulenals Wurzeln schlagen würden. Solche gewurzelt« Schößlingeoder Zweige pstanzt er in kleine Töpfe von 5 bis 6 Zoll weit,oder in kleine Kasten von 7 bis 8 Zoll, in gute Gartenerde, diehalb mit ganz verfaultem Mist gemenget worden, oder auchanfangs in lauter ganz verrotteten und zu Erde gewordenenMist; nachdem er die Wurzeln daran ganz kurz verschnitten.In solcher alten Misterde wuchern die Wurzeln sehr häufigesmuß aber selbige unten in den Töpfen oder Kasten wohl eingedrücktwerden, und ist genug, wenn sie nur oben 2 bis 3 Zoll hochlocker bleibt. Er pflanzt sie 3 bis 4 Zoll tief, und läßt denStamm über der Erve nur 4 bis 5 Zoll lang; denn in Gefäs«sen können sie nicht kurz genug gehalten werden. Im halbenMärz macht er ein Mistbeet von langem Pfcrdemtst', 3 Fußhoch, 4 bis ? Fuß breit, so langer es nöthig findet. Nach5 oder 6 Tagen, wenn die größte Hitze vorbey ist, gräbt erdiese nengepfianzte junge Feigenbäumchen mit den Töpfen oderKasten in diesen warmen Mist halb ein, da sie denn noch indemselben Jahre häufige Schossen treiben; nur müssen sie bcnSommer über wohl begossen, auch die Wärme des Misteszwey oder drey mahl durch Umlcgung frischen Pftrdemistcs >er-nenert werden, damit das Beet beständig eine merkliche Wärmebehalte, und dadurch den Wachsthum der Wurzeln befördere.Diejenigen dieser Bäumchen nun, welche gut getrieben haben,nimmt er entweder noch im Sommer, wenigstens im Herbst«

oder